Die Entstehung einer Skulptur



Für das Gelingen eines Kunstwerkes, ist eine vorherige ausführliche Aussprache zwischen dem Auftraggeber und Künstler von allergrößter Wichtigkeit. Der Künstler hat die Aufgabe, die Idee des Kunden in eine vollendete Skulptur – Plastik oder Relief – zu verwandeln.

Als Erstes wird die Idee des Kunden mittels einer Skizze auf Papier gebracht.
Anschließend wird diese im Kleinen in Ton modelliert, um sie plastisch anzuzeigen. Nun wählt der Bildhauer das für die Skulptur geeignete Holz, welches durch lange Lagerung gut luftgetrocknet wurde, aus.
Eine Skulptur entsteht meistens aus verschiedenen, zusammen geleimten Holzbrettern, welche Stärken von 4 cm bis 12 cm haben.
Die am meisten benützten Holzarten sind Linde, Zirbelkiefer und gelegentlich auch Edelkastanie oder Walnuss.

Der Künstler beginnt nun mit der Bearbeitung des zusammen geleimten Holzes mittels Axt oder Kettensäge, um dem Werk die groben Formen zu geben. Zuerst mit großen Schnitzeisen, dann mit kleineren werden nun die gewünschten Formen im Holz eingekerbt.
Nun bringt der Experte der Handelskammer Bozen die Metallplakette der Schutzmarke "Entirely Handcarved" an. Nur danach kann mit der Feinarbeit fortgefahren werden.


Um die gewünschte Technik und den besten Effekt zu erreichen werden je nach Endausführung verschiedene feinere Stemmeisen oder gelegentlich Raspeln benützt.

Die langjährige Erfahrung, das künstlerische Gefühl, sowie die Bereitschaft auf ein lebenslanges Lernen, tragen zum guten Gelingen eines Werkes bei.
Werke, in denen das Holz gut sichtbar bleiben soll, werden zum Schluss gewachst. Meistens werden aber unsere Werke feinstens mit Ölfarben bemalt, oder leicht braun getönt. Besonders nobel wirkt die Bearbeitung einiger Teile der Schnitzerei mit Gold. Dazu verwenden wir ausschließlich 22 Karat Blattgold, welches durch ein besonderes Verfahren aufgetragen wird.