Unsere Geschichte

Die Bildhauer-Werkstatt Mussner G. Vincenzo befindet sich in St. Ulrich in Gröden, Südtirol.
Die ersten Schnitzer fingen in Gröden schon im 14. Jahrhundert an, einfache Utensilien zu schaffen. Etwa um 1550 kann man dann von den ersten wahren Bildhauerwerkstätten sprechen. Christian Trebinger (da Trëbe), Melchior Vinatzer und deren Söhne waren die ersten, die auch eine entsprechende Ausbildung, welche sie in Wien oder Venedig genossen, aufzuweisen hatten. Sie schufen eine Vielzahl an meist barocken Altären, welche noch viele Tiroler Kirchen zieren. Den größten Aufschwung erlebte die grödner Bildhauerei vor dem I. Weltkrieg, als der neugotische Altarbau die Werkstätten mit Großaufträgen beglückte. Damals waren es die Wanderhändler, auch Verleger genannt, welche weltweit herumreisten und die Aufträge hereinholten.


1898

Unsere Familie Mussner hat eine lange Tradition im Schaffen von kirchlichen Skulpturen. Schon seit vier Generationen versenden wir unsere Werke in Kirchen aller Kontinente.

Im fernen 1892 begann begann Jakob Mußner, geboren 1866, nach langen Studienjahren, selbst in seiner eigenen Werkstätte zu arbeiten. Er schuf hauptsächlich neugotische und barocke Skupturen. Sein ältester Sohn Vinzenz trat mit Begeisterung in seine Fußstapfen. Er war unter anderem Schüler des bekannten Prof. Ludwig Moroder, in dessen Atelier er gemeinsam mit anderen Gesellen sein Handwerk erlernen durfte. Als der Vater Jakob im Jahre 1932 verstarb eröffnete er seine eigene Werkstatt und gab ihr den Namen "Mussner G. Vincenzo", Bildhauerwerkstätte.
Auch sein ältester Sohn Vinzenz Jakob (Vincenzo Giacomo) durfte dieses Handwerk bei verschiedenen Meistern erlernen. Er leitete ab 1971 die Werkstatt. Die Bemalung der geschnitzten Arbeiten übernahm ab diesem Zeitpunkt sein jüngerer Bruder Carlo, welcher noch heute mit großem Gefühl dieser Arbeit nachgeht.


1962

1962

Gregor, Vincenzo G. ältester Sohn, führt heute diese Tradition fort. Nachdem er das Handwerk in der heimischen Werkstatt erlernt hat, durfte er sich beim Meister Peter Kostner und im Ausland weiterbilden.
Unsere Familie hat mit großer Freude zahlreichen jungen Bildhauern die Möglichkeit geboten, sich in unseren Werkstätten auszubilden.


1989

heute

Mit größter persönlicher Genugtuung haben wir in den letzten Jahren zahlreiche Preise und Anerkennungen erhalten. Im Jahre 1981 hat Papst Johannes Paul II. dem dienstältesten Missionär eine von uns geschaffene Marienstatue überreicht.
Wieder war es Papst Johannes Paul II., der 1998 die Skulptur von "Maria von Nazareth", geschaffen von Gregor Mussner, gesegnet und gekrönt hat. Im Rahmen des "Peregrinatio Mariae mondiale" besuchte Maria von Nazareth in den Jahren '98 und '99 Gläubige in 35 Staaten rund um den Globus. Dieses Werk befindet sich heute in der Basilika der Verkündigung in Nazareth.